Das Mobile Digitale Museum der Inneren Mongolei beim Tag der Offenen Tür der Deutschen Botschaft in Peking
  • Abb. 1: Botschafter Michael Clauss und seine Gattin besuchen das Mobile Digitale Museum der Inneren Mongolei. (Foto: J. Zhou, DAI)
  • Abb. 2: Enrico Brandt, Leiter des Kulturreferats, beim Überreichen des traditionellen Begrüßungsschals. (Foto: J. Zhou, DAI)
  • Abb. 3: Angestellte des Museums der Inneren Mongolei vermitteln Kindern mittels neuester Digitaltechnik Geschichte. (Foto: J. Zhou, DAI)
  • Abb. 4: Cover des Info-Hefts zur Ausstellung des Mobilen Museums der Inneren Mongolei. (Foto: J. Zhou, DAI)
  • Abb. 5: Kinder erleben an Touchscreens die Objekte des Museums der Inneren Mongolei in 3D. (Foto: J. Zhou, DAI)
  • Abb. 6: Das Team der Außenstelle Peking und des Museums der Inneren Mongolei nehmen gemeinsam am Tag der Offenen Tür der Deutschen Botschaft in Peking teil. (Foto: J. Zhou, DAI)

Am Samstag, dem 07. Mai 2016, hatte die Deutsche Botschaft Peking zum Tag der Offenen Tür unter dem Motto “Kindheit und Jugend in Deutschland” eingeladen. Die Außenstelle Peking des DAI und das Museum der Autonomen Region Innere Mongolei zeigten das erste Mobile Digitale Museum Chinas, in dem archäologische Entdeckungen erlebbar waren.

Das Botschaftsfest gehört zu den Veranstaltungen des “Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch 2016”. Zusammen mit verschiedenen Partnern stellte die Deutsche Botschaft Bildungsangebote vor, die Heranwachsende in Deutschland prägen. Zahlreiche chinesische und deutsche Familien folgten der Einladung.

Die Außenstelle Peking des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) beteiligte sich zusammen mit dem Museum der Autonomen Region Innere Mongolei, der einzigen chinesischen Kultureinrichtung an diesem Tag,  und in Kooperation mit der Deutschen Botschaftsschule Peking, der Zentrale für Auslandsschulwesen (ZfA) und der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft” (PASCH) an der Veranstaltung. Gezeigt wurde das Mobile Digitale Museum des Museums der Inneren Mongolei, dem ersten seiner Art in China.

Das Mobile Digitale Museum der Inneren Mongolei bietet seit Mai 2013 vor allem den Bewohnern entlegener Gebiete einen Zugang zu ihrer Geschichte und Kultur. Mittels innovativer 3D-Technologie konnten über 1000 Objekte aus der Sammlung des Museums eingescannt und nun zu thematischen Ausstellungen zusammengestellt werden. Der Museumslastwagen ist mit insgesamt zehn großen Touchscreens ausgestattet, auf denen die Objekte bis ins kleinste Detail und aus allen Perspektiven betrachtet werden können. Zusätzlich zu den digitalen 3D-Objekten bekommen die Besucher Informationen in den drei Sprachen Chinesisch, Mongolisch und Englisch.

Die Außenstelle Peking zeigte mit diesem Projekt, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland bereits früh mit archäologischen Entdeckungen und Kulturen vertraut gemacht werden. Museen gestalten zusammen mit Schulen Unterrichtseinheiten zur Geschichte und Vorgeschichte des Landes und viele archäologische Museen bieten Spezialführungen und Installationen für Kinder an.

Das Deutsche Archäologische Institut hat bei seinen Arbeiten stets einen globalarchäologischen Ansatz. Die Vermittlung von Wissen über die alten Kulturen der Länder, in denen das Institut zusammen mit den lokalen Archäologen tätig ist zu vermitteln, gehört zu einer der zentralen Aufgaben.

Eine Veranstaltung wie der Tag der Offenen Tür in Peking war eine gute Gelegenheit, diese Aufgabe in die Tat umzusetzen. Zusammen mit den Kollegen des Museums der Inneren Mongolei konnte die Außenstelle Peking über eine spektakuläre archäologische Entdeckung informieren, die 2003 zu einer der zehn wichtigsten Entdeckungen Chinas gewählt wurde. Die eigens für diese Veranstaltung konzipierte digitale Ausstellung und das dafür produzierte Info-Heft in Deutsch und Chinesisch gab den Schülern und Jugendlichen einen Einblick in die Kunst, Kultur und Geschichte der Liao-Dynastie (906-1125), die für die nordchinesische Geschichte von großer Bedeutung ist. So wurde während dieser Zeit zum Beispiel Peking erstmalig Landeshauptstadt.

Den deutschen und chinesischen Schülern und Jugendlichen neueste archäologische Entdeckungen mittels modernster Digitaltechnik erlebbar zu machen und einen Beitrag zum Dialog der Kulturen der Welt zu leisten, hat die Mitarbeiter der Außenstelle Peking und des Museums der Inneren Mongolei mit großer Freude erfüllt.

 

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Autor

Patrick Wertmann

Wie man diese Seite zitiert:

Bridging Eurasia , Mai 2016 , bridging-eurasia.org/de/node/357
Zugriff:26 März, 2017 - 05:34